SpurenAngesichts der aufrüttelnden Bilder und der böse Erinnerungen wachrufenden Meldungen aus den Auffanglagern spüren viele Menschen in Deutschland ein Bedürfnis, den Flüchtlingen persönlich zu helfen. Doch was kann der Einzelne konkret tun, wenn er loslegen möchte? Hier finden Sie Ratschläge, Informationsstellen im Internet und weiterführende Links.

Unzählige Möglichkeiten

Jeder ist mit seinen Fähigkeiten in der Lage, viel zu bewirken und das Leben von Flüchtlingen zu erleichtern und zu bereichern. Mittlerweile kann fast jeder in Deutschland direkt vor Ort sein privates Engagement für die Flüchtlingsintegtration zur Verfügung stellen. Melden Sie sich bei den örtlichen Koordinatoren und bieten Sie Ihr größtes Gut an: Zeit.

 

Idee Kaffeekasse

Die Mitarbeiter von Kaffee Partner zeigen, wie einfach soziales Engagement sein kann: Je getrunkenen Kaffee "zahlt" jeder Mitarbeiter fünf Cent in die Kaffeekasse. Da kommen in regelmäßigen Abständen ordentliche Beträge zusammen, der letzte Scheck aus der "Kaffeekasse" trug die stolze Zahl 5.000. Begünstigte des Mitarbeiterengagements sind Osnabrücker Bedürftige.

Mögliche Hilfsmaßnahmen, die von Privatleuten geleistet werden:

Flüchtlinge vom Bahnhof abholen
... und zur lokalen Unterkunft befördern.

Vorstellung des Ortes
Ehrenamtliche Helfer führen den Flüchtling zur Erstbesichtigung durch den Ort. Typische Anlaufstellen sind Einkaufsmöglichkeiten, Rathaus, Spielplatz und Spaziermöglichkeiten. Ebenso das örtliche Sport- und Kulturangebot zeigen.

Sprachunterricht geben

Begleitung bei Behördengängen oder Arztbesuchen

Kleidungsund andere Sachspenden sammeln, z.B.:

  • Kleidung: Besonders die Größen XS, S und M
  • Winterjacken, Handschuhe, Schals, Halstücher
  • Schuhe, vor allem unter Größe 42, da Flüchtlinge oft kleinere Füße haben.
  • Unterwäsche und Socken: Nur Neuware
  • Zahnbürsten, Seife, Deo
  • Decken
  • Koffer, Sporttaschen
  • Spielzeug und Fahrräder sind in allen Flüchtlingsunterkünften heiß begehrt.

Wichtig: Alle Sachspenden müssen sauber sein - spenden Sie so, als ob Sie die Spende auch selbst verwenden würden. Geschirr, Elektrogeräte, Möbel und Medikamenten-Spenden zumeist nicht gefragt. Stofftiere dürfen aus hygienischen Gründen von einigen Sammelstellen nicht weitergegeben werden.

Geld spenden
Wenn es Ihnen an Zeit mangelt, können Sie die Initiative vor Ort (oder eine überregional tätige Organisation) mit einem finanziellen Zuschuss unterstützen.

Bedenken Sie aber: Ärzte ohne Grenzen, Cap Anamur oder Rotes Kreuz leisten auch Hilfe in den Ländern, aus denen die Flüchtlinge kommen oder dort, wo sie notdürftig unterkommen. Unter http://www.dzi.de/spenderberatung/ können Sie hierfür gezielt spenden.

Wohnraum zur Verfügung stellen
Wenn Sie über ungenutzte Wohnressourcen verfügen, können Sie diesen den örtlichen Kommunen für Flüchtlinge anbieten.

Flüchtlingskinder als Pflegeeltern betreuen
Die Zahl der Flüchtlingskinder, die ohne Eltern nach Deutschland kommen, wächst stark. Es ist möglich, solche Kinder und Jugendliche als Pflegekinder aufzunehmen. Ansprechpartner sind die Jugendämter.

Spezialfähigkeiten
Besonders "begehrt" sind Helfer, die über Sprachkenntnisse oder juristische Kenntnisse verfügen.

Fazit: Kontakt aufnehmen!

Es gibt viele Möglichkeiten, Flüchtlingen ganz konkret zu helfen. Der erste Schritt liegt darin, die örtlichen Koordinatoren aufzusuchen und vorstellig zu werden. Dort erfahren Sie aus erster Hand, wo es vor Ort überall brennt und wie Sie Ihre Fähigkeiten am effizientesten zur Verfügung stellen können.

Weiterführende Internetlinks