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Typenschilder erfüllen den Zweck, Gegenstände zu identifizieren und zuzuordnen. Bei Ausgestaltung, Fertigung und Anbringung gibt es einiges zu beachten. 

 
 

Type per Gesetz

Ob am Kühlschrank, an der Waschmaschine oder am Herd: Jedes Haushaltsgerät verfügt über ein Typenschild. Durch gesetzliche Normen bestimmt ist dort nicht nur die Seriennummer und die Bezeichnung zu finden, sondern auch Hersteller, Bautyp, die wichtigsten Leistungsdaten, das Baujahr und manchmal sogar die hauptverantwortliche Person.

Seit dem 29. Dezember 2009 ist es verpflichtend diese Angaben gut leserlich und dauerhaft erkennbar auf Maschinen anzubringen. Diese Maschinenrichtlinien (2006/42/EG)  gelten ebenso für Kraftfahrzeuge, die zudem noch eine vollständige Typgenehmigungsnummer, eine technisch zulässige Gesamtmasse für Fahrzeugkombination und je Achse angeben müssen.

Ort der Kennzeichnung

Die Anbringung solcher Typenschilder nimmt ihren Platz bei Einzel- oder Kleinserienfertigung gegen Ende der Produktion  ein. Dabei sind bei Serienfertigungen alle Daten außer der Seriennummer bereits an dem Produkt befestigt. Die Seriennummer wird abschließend eingetragen. Verfälschungen von Typenschildern wird entgegengewirkt, indem man die Typenschilder annietet und damit verhindert, dass ein Lösen des Typenschilds unsichtbar bleibt. So schützt sich der Hersteller gegen bereits verfallene Gewährleistungen. Wegen der dauerhaften Lesbarkeit und weil die meisten Maschinen hoher Belastung ausgesetzt sind, benötigt man haltbare Grundlagen, wie Aluminium, Messing, Edelstahl, Polyester oder Hochleistungsfolie.

Dazu gibt es auch verschiedene Stellen für die Anbringung von Typenschildern. Während Typenschilder am Herd eher in der Schublade oder an der Rückseite befestigt werden, befindet sich es sich beim Kühlschrank innen am Gehäuse oder im Bereich der Gemüsefach-Schublade. Zusätzlich werden von Herstellern oft das Logo, sowie Anschrift und Kontaktdaten hinzugefügt, um von einem Werbeeffekt zu profitieren.

Individuelle Gestaltung

Mittlerweile gibt es viele Anbieter, die verschiedene Arten von Typenschildern anbieten. Das Motiv ist dabei in verschiedenen Versionen wählbar und entspricht den neusten Richtlinien. Sie müssen kratzfest, wasserfest, UV-stabil, im Innen- wie im Außenbereich nutzbar sein, auch für Kleinserien vorhanden, professionell und mit extrem starkem Klebstoff ausgestattet sein.

Zum Teil nehmen die Anbieter sogar Rücksicht auf die Werbbarkeit von Typenschildern und bieten die Darstellung von fotorealistischer Motiven an.

Sie werden auch als Visitenkarten eines Unternehmens bezeichnet. Ebenso gibt es ein immer mehr wachsendes Angebot an Online Gestaltungsmöglichkeiten für Unternehmen. Das bedeutet, dass Unternehmen ihre Typenschilder selbst nach eigenen Wünschen online auf Websites gestalten und drucken lassen können. Diese werden dann von Profis noch einmal überprüft und an das Unternehmen geschickt. So wird der Wunsch nach individueller Gestaltung gedeckt.